Zeitumstellung belastet den Körper: Diese Tipps helfen wirklich!
Dr. med. Carsten Lekutat erklärt, warum die innere Uhr aus dem Takt gerät und gibt einfache Tipps, wie Sie Schlafprobleme und Minijetlag vermeiden.
Zweimal im Jahr ist es soweit: Die Uhren werden umgestellt. Das sorgt bei vielen Menschen regelmäßig für Schlafprobleme und schlechte Stimmung. Warum diese Umstellung unserem Körper zusetzt und was dagegen hilft, erklärt der bekannte Gesundheitsexperte Dr. med. Carsten Lekutat von der Verbraucherzentrale Berlin bei Radio Paloma.
Warum bringt uns die Zeitumstellung durcheinander?
Die Zeitumstellung wirkt auf den ersten Blick harmlos: Es geht nur um eine einzige Stunde. Doch genau diese eine Stunde macht vielen Menschen Probleme. Der Grund dafür ist der sogenannte zirkadiane Rhythmus, unser innerer biologischer Taktgeber. Dieser Rhythmus steuert fast alle Prozesse im Körper, von Schlaf und Hormonhaushalt bis zur Stimmung. „Auch wenn es nur eine kleine Stunde ist, muss sich unser Körper anpassen“, erklärt Dr. Lekutat. Dadurch entsteht eine Art „Minijetlag“, den besonders sensible Menschen spüren.
Wer leidet besonders unter der Zeitumstellung?
Kinder, ältere Menschen und Personen, die sowieso schon Schlafprobleme haben, reagieren besonders empfindlich auf die Zeitumstellung. Für sie kann die Anpassung des Körpers an die neue Uhrzeit Tage dauern. Besonders Schichtarbeiter oder Flugpersonal sind von den ständigen Umstellungen betroffen. Dr. Lekutat weist darauf hin: „Schichtdienst ist etwas, was uns Menschen krank machen kann. Es lässt uns schneller altern und schneller krank werden.“
Einbildung oder echtes Problem?
Ist das Ganze vielleicht nur eine Kopfsache? Dr. Lekutat widerspricht klar: Zwar spielt der Kopf bei unserer inneren Uhr eine Rolle, aber die körperlichen Folgen sind real. Deshalb sollten wir die Belastung durch die Zeitumstellung ernst nehmen.
So kommen Sie besser durch die Zeitumstellung
Dr. Lekutat empfiehlt, nicht überrascht zu sein, sondern sich gezielt auf die Umstellung vorzubereiten:
-
Früher ins Bett gehen: Schon einige Tage vorher einfach mal etwas eher schlafen gehen, um den Körper vorzubereiten.
-
Licht nutzen: Morgens viel Licht tanken und abends künstliches Licht reduzieren, vor allem keine Smartphones im Bett verwenden.
-
Ruhe gönnen: Dem Körper in der Phase der Zeitumstellung Ruhe gönnen und es etwas langsamer angehen lassen.
Rechtzeitig vorbeugen hilft!
Die Zeitumstellung ist zwar lästig, lässt sich aber mit ein paar Tricks gut bewältigen. So sorgen Sie dafür, dass Ihre innere Uhr nicht völlig aus dem Takt gerät und Sie weiterhin gesund bleiben. Dr. Lekutats Rat zusammengefasst: „Sich einfach in der Zeit der Zeitumstellung ein bisschen Ruhe geben und sagen, okay, ich mache mal halblang und ruhe mich trotzdem ein bisschen aus.“ Nehmen Sie sich diese Tipps zu Herzen, um gesund und entspannt durch die nächste Zeitumstellung zu kommen.